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Stand: 07.05.2010

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Are you (HD-)ready?

Um Klarheit in das Gewirr der unzähligen und unverständlichen Fachausdrücke zu bringen, die oftmals selbst von Fachmännern durcheinandergebracht und falsch verwendet werden, habe ich dieses Lexikon erstellt. Des Weiteren soll es helfen, die Funktionen eines Fernsehers, die man als wichtig für sich erachtet, zu identifizieren und damit die Kaufentscheidung zu erleichtern. Hierzu werden die verschiedenen Techniken der Fernseharten, der Bildoptimierung, der Übertragung und des Empfangs sowie die auftretenden Probleme erklärt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Wirkungsweise und den Vor- bzw. Nachteilen der verschiedenen Techniken. Wer Details zur Funktionsweise und Umsetzung haben will, möge sich in einschlägigen Elektronikzeitschriften oder bei Wikipedia informieren.

Beim Fernsehkauf ist nicht nur wichtig, welche Funktionen und Techniken ein Fernseher bietet, sondern mit welcher Qualität diese umgesetzt wurden. Deshalb sollte man unbedingt, nachdem man sich seine Kaufkandidaten ausgesucht hat, diese im Geschäft ansehen und miteinander vergleichen. Am besten nimmt man hierzu eine eigene DVD oder besser Blu-Ray-CD mit, auf der viele Bewegungen zu sehen sind, um eine bessere Vergleichbarkeit zu bekommen. Ein Fernseher mit vernünftigem CCFL-Backlight und einer ausgereiften 100-Hz-Technik kann durchaus ein besseres Bild haben, als ein gleich teures Model mit LEDs und Blinking Backlight. Oftmals spielt auch der eigene Geschmack eine Rolle, in wieweit z. B. der Soap-Effekt stört oder wie empfindlich die Augen gegenüber Flimmern sind. Der Kauf eines soliden Gerät nach dem heutigen Stand der Technik halte ich für sinnvoller, als eins mit teurer und noch nicht ausgereifter Technik. Nicht zuletzt sollt man auch auf den Stromverbrauch, die Bedienung und das äußere Design des Fernsehers achten.

Das Lexikon beschäftigt sich hauptsächlich mit dem digitalen Empfang von Fernsehen in hoher Auflösung. Außerdem mache ich darauf aufmerksam, dass ich zwar sorgfältig recherchiert und auch viele Fachzeitschriften gewälzt habe, sich aber immer Fehler einschleichen können. Deshalb weise ich ausdrücklich darauf hin, dass dieses Dokument kein Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit erhebt.

Glossar

100-Hz-Technik bei CRT-Fernsehern

Die 100-Hz-Technik dient bei Röhrenfernsehern zur Verringerung des Flimmerns. Zu diesem Zweck wird das mit einer Frequenz von 50 Hz (also mit 50 Einzelbildern pro Sekunde) ausgestrahlte Videosignal im Gerät zwischengespeichert und mit doppelter Frequenz (100 Hz) wiedergegeben. Diese Technik hat nichts mit der 100-Hz/ 200-Hz-Technik bei LCD-Fernsehern zu tun, bei der der Verwisch-/ oder Ruckel-Effekt bei bewegten Objekten verringert wird.

100-Hz/ 200-Hz-Technik bei LCD-Fernsehern

Die 100-Hz bzw. 200-Hz-Technik dient zur Verringerung von unerwünschten Verwisch-/ und Ruckel-Effekten bei bewegten Objekten, die durch die Erhaltungsdarstellung von LCD-Fernsehern auftreten. Hierzu werden zwischen den Einzelbildern eines Videosignals neue Zwischenbilder berechnet. Diese Technik hat nichts mit der 100-Hz-Technik bei CRT-Fernsehern zu tun, durch die ein flimmerfreies Bild erzeugt wird.

Je genauer die berechneten Zwischenbilder eingepasst sind, desto stärker tritt allerdings der sogenannte Soap-Effekt auf. Einige Hersteller bieten deshalb die Möglichkeit, zwischen einer reinen Bildverdoppelung und perfekt eingepassten Zwischenbildern zu variieren.

Je nachdem, wie schlecht der Algorithmus der Zwischenbildberechnung ist, tritt der Halo-Effekt auf.

Um festzustellen, wie störend diese Effekte bei einem LCD-Fernseher sind, sollte man sich das Bild seines Favoriten anschauen.

Ambilight

Ambilight (v. engl. ambient „Umgebung“ und light „Licht“) ist ein von dem Hersteller Philips eingetragenes Markenzeichen und beschreibt eine von ihm entwickelte Technik für Fernseher. Hierbei wird die Wand hinter dem Fernseher durch seitlich angebrachte farbige Lichtquellen angestrahlt, wodurch das Gerätesichtfeld in der Wahrnehmung des Zuschauers vergrößert wird. Das Licht passt sich bei aktuellen Modellen dem Fernsehbild an.

Hintergrund für die Technik ist, dass die Leistung der Augen abnimmt, wenn ein Raum durch eine einzige Lichtquelle (Fernseher) beleuchtet wird.

Analoger LNB

Siehe LNB.

Blinking Backlight

Diese Technik führt zur Verringerung des Ruckel-Effekts. Hierzu wirkt man der Erhaltungsdarstellung von LCD-Fernsehern entgegen, indem man zwischen den Einzelbildern das Hintergrundlicht kurz ausschaltet. Zusätzlich kann der Helligkeitswechsel zwischen den Einzelbildern verdeckt werden, was Kantenunschärfen reduziert.

Diese Technik kann nur bei den sehr schnell schaltenden LEDs oder HFCLs genutzt werden. Damit kein ungewolltes Flimmern auftritt, ist es sinnvoll, diese diese Technik nur zusammen mit der 100-Hz bzw. 200 Hz-Technik anzuwenden.

CCFL

Eine Leuchtstoff beschichtete Kaltkathodenröhre (engl. Cold Cathode Fluorescent Lamp, CCFL) ist eine Leuchtröhre, die im Betrieb kalt bleibt. CCFLs werden als Hintergrundbeleuchtung für LCD-Fernseher genutzt. Ihr Nachteil ist eine begrenzte Lebensdauer (ca. 15.000 bis 100.000 Stunden), wobei das Lebensdauer-Ende durch die halbe Helligkeit definiert ist.

CI

Die Allgemeine Schnittstelle (engl. Common Interface, CI) ist eine Schnittstelle von DVB-Receivern, die mit dem bei Notebooks zu findenden PCMCIA-Steckplatz kompatibel ist.

CI+

CI+ ist eine Weiterentwicklung des CI und stellt keinen verabschiedeten Standard dar. Die Fernsehsender kabel eins HD, ProSieben HD, RTL HD, Sat1 HD und VOX HD senden über diese Schnittstelle. Sie erlaubt den Sendeanstalten, die Nutzung des Receivers erheblich einzuschränken. Dabei können sie für jede einzelne Sendung

Weitere Einschränkungen:

Die meisten Einschränkungen betreffen DVB-Rekorder. Reine Empfänger (ohne Aufnahmefunktion), also Fernseher oder Settopboxen, sind von vielen der genannten Restriktionen nicht betroffen.

Der entwickelte Standard steht bei Verbraucherschützern stark in der Kritik. Die Spezifikationen werden als Bevormundung und Einschränkung der Zuschauer-Rechte verurteilt. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt potentiellen Käufern, derzeit keine HD-Sat-Receiver zu kaufen, um eine Fehlinvestition aufgrund des schnelllebigen Marktes zu vermeiden. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt aufgrund der zuschauerunfreundlichen Eigenschaften der CI+-Technik vor einer technischen Entmündigung und erheblichen Gängelung der Fernsehzuschauer.

CRT

Die Kathodenstrahlröhre (engl. Cathode Ray Tube, CRT) ist eine Elektronenröhre, die einen gebündelten Elektronenstrahl erzeugt. Dieser Elektronenstrahl fährt mit hoher Geschwindigkeit zeilenweise den Bildschirm ab und erzeugt somit ein Bild. Aufgrund des hohen Stromverbrauchs, der nachlassenden Helligkeit, der großen Einbautiefe sowie der geringen möglichen Bildschirmdiagonale wurde die Kathodenstrahlröhren-Technik mittlerweile von der Plasma- und LCD-Bildschirmtechnik abgelöst.

Digitaler LNB

Siehe LNB.

Direct-LED

Siehe Flächiges LED-Backlight.

DVB

Der digitale Videorundfunk (engl. Digital Video Broadcasting, DVB) bezeichnet die standardisierten Verfahren zur Übertragung von digitalen Inhalten (Fernsehen, Radio, Mehrkanalton, Raumklang, interaktive Dienste, EPG, Teletext usw.). Die wichtigsten technischen Unterarten von DVB für die unterschiedlichen Übertragungswege sind DVB-S für die Übertragung durch direktstrahlende Satelliten, DVB-S2 als aktueller Nachfolgestandard für DVB-S, DVB-C für die Übertragung über Kabelnetze (Cable) und DVB-T für die Rundfunkübertragung.

DVB-C

Digitaler Videorundfunk-Kabel (engl. Digital Video Broadcasting-Cable, DVB-C) ist eine Variante von DVB für die Übertragung von digitalen Diensten über Kabelanschluss. In der Regel ist das die digitale Verbreitung von Fernseh- und Radiosignalen.

Vorteile

Nachteile

DVB-S

Digitaler Fernseh-Rundfunk per Satellit (engl. Digital Video Broadcasting, DVB-S) ist die Variante von DVB zur Übertragung per Satellit.

Vorteile

Nachteile

DVB-S2

DVB-S2 ist eine Weiterentwicklung des DVB-S-Standards. Durch Verwendung verbesserter Kodierungs-, Modulations- und Fehlerkorrekturverfahren können bis zu 30 % mehr Daten übertragen werden. Eine Anpassung der Modulationsarten erfolgt optional durch Rückmeldung der Empfangsqualität durch den Empfänger. So kann bei schlechter Empfangslage die Modulation verändert werden, um einen Empfangsabbruch zu vermeiden.

HDTV ist technisch nicht an DVB-S2 gekoppelt, aber die meisten Anbieter strahlen auf dem bandbreiten-effizienteren und damit für sie kostengünstigeren (aber deutlich rechenintensiveren) Kompressionsverfahren ihre HDTV-Sendungen aus. Beispielsweise strahlt der HDTV-Fernsehsender Anixe HD über dieses Verfahren aus.

Das Mischen von DVB-S- und DVB-S2-Signalisierung auf einem Transponder ist möglich. Dadurch kann z. B. auf einem Transponder gleichzeitig eine Anzahl von Kanälen mit dem herkömmlichen Standardfernsehen und zusätzlich ein oder zwei Sender in DVB-S2 als HDTV empfangen werden.

Für den Empfang von DVB-S2-Signalen wird ein DVB-S2-Receiver benötigt. Ein solcher Receiver kann gleichzeitig auch DVB-S-Signale verarbeiten.

DVB-T

Digitaler terrestrischer Video-Rundfunk (engl. Digital Video Broadcasting Terrestrial, DVB-T) ist eine Variante des DVB. Dabei werden digitale Radio-, Fernseh- und Datensignale terrestrisch (erdgebunden) wie schon vom analogen Rundfunk bekannt ausgestrahlt.

Vorteile

Nachteile

An dem Nachfolger DVB-T2 wird gearbeitet.

Dynamischer Kontrast

Dynamischer Kontrast ist eine Technik zur Erhöhung des Kontrastes bei aufeinanderfolgenden Bildern. Je nach Helligkeit des Bildinhalts wird die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung angepasst.

Edge Backlight

Bei dieser Technik sind die LEDs zur Hintergrundbeleuchtung von LCD-Fernsehern als Lichtband am Rand angeordnet. Durch die Verwendung von schnell schaltenden LEDs kann die Bildoptimierungstechnik Blinking Backlight eingesetzt werden. Andere Bildoptimierungstechniken wie Local Dimming oder das zeilenweise an- und ausschalten des Hintergrundlichtes sind allerdings nicht mit Edge Backlight sondern nur mit einem flächigen Backlight möglich.

Vorteile

Nachteile

EPG

Als elektronischen Programmführer (engl. Electronic Program Guide, EPG) bezeichnet man die von Sendeanstalten zusätzlich ausgestrahlten Informationen über ihr aktuelles Hörfunk- und Fernsehprogramm. Ein Empfangsgerät (z. B. DVB-S2-Receiver), das eine EPG-Funktion besitzt, kann diese ausgestrahlten Daten entschlüsseln und anzeigen. So kann man sich per Fernbedienung Informationen zu laufenden oder nachfolgenden Sendungen auf dem Bildschirm anzeigen lassen. Wie übersichtlich diese Informationen dargestellt werden, hängt von der jeweiligen Umsetzung der EPG-Funktion im Empfangsgerät ab.

Erhaltungsdarstellung

Ein bewegtes Bild besteht aus vielen Einzelbildern. Das herkömmliche Fernsehen in Deutschland wird mit 50Hz ausgestrahlt, das heißt, es werden 50 Einzelbilder pro Sekunde gesendet. Bei Röhrenmonitoren leuchtet jede Stelle für ein Einzelbild auf dem Schirm nur kurz auf. Zwischen den Einzelbildern bleiben die Stellen schwarz. Bei LCD-Fernsehern leuchten die Pixel für die gesamte Anzeigedauer eines Einzelbildes. Diese Eigenschaft wird "Erhaltungsdarstellung" genannt.

Durch diese Eigenschaft flimmert das Bild zwar nicht, allerdings gibt es auch negative Effekte: Bei bewegten Objekten entsteht ein Verwisch-Effekt, da das Objekt durch die Erhaltungsdarstellung noch angezeigt wird, während das menschliche Auge den Bewegungen folgt. Dieser Effekt wird auch Motion Blur genannt. Ein weiterer Nachteil der Erhaltungsdarstellung ist die ruckelige Wahrnehmung von bewegten Objekten.

Als Gegenmaßnahmen werden die 100-Hz/ 200-Hz-Technik und die Blinking Backlight-Technik eingesetzt.

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur ist ein Maß für den Farbeindruck einer Lichtquelle. Sie ist die Temperaturangabe, die bei gleicher Helligkeit und unter festgelegten Beobachtungsbedingungen der zu beschreibenden Farbe am ähnlichsten ist. Die Einheit der Farbtemperatur ist Kelvin. Die Berücksichtigung der Farbtemperatur ist wichtig, damit ein Bild dem natürlichen "Seheindruck" entspricht. Die internationale Norm für mittleres Sonnenlicht beträgt 5500 Kelvin, was dem Ton eines Sonnentages bei klarem Himmel am Vor- oder Nachmittag entspricht.

Davon zu unterscheiden ist die psychologisch bedingte Einteilung in kalte und warme Farben. Als kalte Farben gelten vor allem Blautöne und bläuliche Grüntöne mit ihren Abstufungen, als warme Farben werden die Bunttöne aus dem Bereich des Roten bis Gelben bezeichnet.

Flächiges LED-Backlight

Bei dieser Technik sind die LEDs zur Hintergrundbeleuchtung von LCD-Fernsehern im Schachbrettmuster hinter dem Schirm angebracht. Erst dadurch sind Bildoptimierungstechniken wie Local Dimming oder das zeilenweise an- und ausschalten des Hintergrundlichtes möglich. Nachteilig ist der noch recht hohe Preis. Marktforscher rechnen jedoch damit, dass zukünftig ausschließlich flächiges LED-Backlight eingesetzt werden wird.

Vorteile

Nachteile

Flimmern

Ein bewegtes Bild besteht aus vielen Einzelbildern, die kurz hintereinander gesendet werden. Das herkömmliche Fernsehen in Deutschland wird mit 50Hz ausgestrahlt, das heißt, es werden 50 Einzelbilder pro Sekunde gesendet. Bei LCD-Fernsehern leuchten die Pixel für die gesamte Anzeigedauer eines Einzelbildes. Bei Röhrenfernsehern leuchtet jede Stelle für ein Einzelbild auf dem Schirm nur kurz auf. Zwischen den Einzelbildern bleiben die Stellen schwarz. Das menschliche Auge nimmt dies als Flimmern wahr. Als Gegenmaßnahme wird die 100-Hz-Technik eingesetzt.

Full HD

Full HD ist ein von vielen Herstellern eigenes eingeführtes Label, das komplettiert und übersetzt soviel wie "vollständig hochauflösend" heißt. Es entspricht dem Label "HD Ready 1080p".

Full-LED

Siehe Flächiges LED-Backlight.

Halo-Effekt

Bei der Berechnung von Zwischenbildern bei der 100-Hz/ 200-Hz-Technik ist es oft schwierig, bewegte Objekte und stehenden Hintergrund eindeutig zu unterscheiden, beispielsweise bei sehr komplexen Bewegungsabläufen oder wenn sehr feine Strukturen durch bewegte Objekte überlagert werden. Die an solchen Stellen auftretenden unscharfen Doppelkonturen werden Halo-Effekt genannt. Um diesen Effekt zu minimieren, ist ein sehr kompliziertes Verfahren zur Vorhersage von Bewegungen nötig, das von den Herstellern stetig weiterentwickelt wird.

HCFL

Eine Hot Cathode Fluorescence Lamp ist eine Leuchtröhre, die für LCD-Fernseher als Hintergrundbeleuchtung genutzt wird. Im Gegensatz zu einer CCFL schaltet sie schnell genug für die Blinking Backlight-Technik.

HD Ready

HD Ready ist ein herstellerübergreifendes Siegel in Europa, das eine Mindestkonfiguration für hochauflösendes Fernsehen (HDTV) ausweist. Es besagt, dass solche Geräte zwar HDTV-Signale annehmen, aber nicht unbedingt in der vollen Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln wiedergeben können. Wer also hochauflösendes Fernsehen haben möchte, sollte daher unbedingt auf das Label "HD Ready 1080p" achten.

Um das Siegel "HD Ready" tragen zu dürfen, muss das Gerät

HD Ready 1080p

Das herstellerübergreifende Siegel "HD Ready 1080p" bedeutet, dass diese Fernseher oder andere Peripheriegeräte wie z. B. ein DVB-S2-Receiver hochauflösendes Fernsehen (HDTV) in der vollen realen physikalischen Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln ausgeben können. Es ist somit eine Weiterführung des Labels "HD Ready" und entspricht dem Label "Full HD". Wer also hochauflösende Fernsehsendungen oder Filme sehen möchte, sollte daher unbedingt auf dieses Label achten.

HD+

HD+ ist eine Digital-Plattform für kostenpflichtige hochauflösende Fernsehprogramme, die über Astra ausgestrahlt werden. Die privaten Fernsehsender kabel eins, ProSieben, RTL, Sat1 und VOX strahlen ihr normales Programm zusätzlich hochauflösend über diese Plattform aus. Dabei wird der größte Teil des Programms von einer Standardauflösung auf HD hochgerechnet.

Die Sender schränken die Rechte beim Empfang der über HD+ ausgestrahlten Sendungen sehr stark ein. Diese Einschränkungen sind zusätzlich je nach verwendetem Receiver-Typ unterschied-lich groß. Es gibt drei Empfangsmöglichkeiten:

  1. über einen HD+-Receiver
  2. über einen Receiver mit CI-Steckplatz, der mit einem HD+-Modul nachgerüstet wurde oder
  3. über einen Receiver mit CI+-Steckplatz und dem entsprechendem CI+-Modul

Bei den ersten beiden Möglichkeiten kann man die oben genannten Sender zwar aufzeichnen und das Time-Shifting nutzen, aber es ist nicht möglich, innerhalb der Aufzeichnung zu spulen oder die Aufzeichnungen zu archivieren bzw. zu brennen. Bei der dritten Variante ist selbst eine Aufzeichnung nicht möglich.

Des Weiteren wird für den Empfang von HD+ eine Prepaid Smartcard benötigt, die in den ersten zwölf Monaten kostenlos ist und danach 50 Euro pro Jahr kostet.

Die Sender Das Erste, ZDF, Arte, Anixe HD und Servus TV strahlen ihr HD-Programm nicht über HD+ aus. Für den Empfang dieser Sender wird also keine HD+-Fähigkeit benötigt.

HDCP

High-bandwidth Digital Content Protection (HDCP) ist ein System zur verschlüsselten Übertragung von Audio- und Video-Daten über die Schnittstelle HDMI. Es soll in Europa für HDTV Standard werden. Mit diesem System wird ein Abgreifen des Video- und Audiomaterials innerhalb der Verbindung zwischen einem Zuspieler (z. B. Blu-Ray-Player oder DVB-S2-Receiver) und der Wiedergabekomponente (z. B. Fernseher oder Beamer) verhindert.

Die Funktionsweise ist folgende: Wenn das wiederzugebenden Medium (z. B. ein HDTV-Fernsehsender) mithilfe eines Steuersignals eine HDCP-Verschlüsselung verlangt, gibt das Abspielgerät (z. B. DVB-S2-Receiver) die Inhalte über den HDMI-Anschluss HDCP-verschlüsselt aus. Wenn die wiedergebende Komponente (z. B. Fernseher) HDCP nicht unterstützt oder analog angeschlossen ist (z. B. per SCART), ist die Wiedergabe eingeschränkt (z. B. in geringer Auflösung) bzw. wird ganz unterbunden.

HDCP ist eine der voraussetzenden Komponenten für das herstellerübergreifende Siegel „HD Ready“.

HDMI

High Definition Multimedia Interface (kurz HDMI) ist eine Schnittstelle für die volldigitale und verschlüsselte Übertragung von Audio- und Video-Signalen. Sie ist der Standard, um hochauflösende Bilder von Zuspielgeräten wie z. B. DVD-Player, Blu-Ray-Player oder HD-Receiver zu übertragen.

Da die Übertragung digital erfolgt, lassen sich Bildrauschen im herkömmlichen Sinne oder Farbartefakte wie bei der analogen Signalübertragung generell ausschließen. Übertragungsfehler sind eindeutig durch farbiges "Aufblitzen" von Pixeln oder ganzer Pixelreihen zu erkennen. Sofern derartige Fehler nicht erkennbar sind, können einfache und preiswerte HDMI-Kabel verwendet werden. Allerdings erhöht sich die Anzahl der Übertragungsfehler mit zunehmender Kabellänge. Wer bei einer Distanz von 15 m sichergehen möchte, sollte sich daher ein HDMI 1.3 Kabel zulegen. Bei kurzen Entfernungen unter zwei Metern sind HDMI-Kabel mit einem Preis unter 10 Euro vollkommen ausreichend.

HDMI-CEC

Mit der HDMI-CEC-Funktion (engl. Consumer Electronics Control, CEC) lassen sich über HDMI Fernbedienungbefehle verteilen. So ist es im Idealfall möglich, bis zu 15 verschiedene Geräte herstellerübergreifend über eine TV-Fernbedienung zu steuern, sofern diese Geräte CEC unterstützen. Die CEC Schnittstelle ist der in Europa vorherrschende Kontrollstandard. Viele Hersteller verwenden für für HDMI-CEC einen eigenen Markennamen:

HDTV

Hochauflösendes Fernsehen (engl. High Definition Television, HDTV) ist ein Sammelbegriff für Fernsehnormen, die gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen (engl. Standard Definition, SDTV) eine höhere Auflösung haben. Es ist nicht zu verwechseln mit digitalem Fernsehen (DVB-Standard). Mit EDTV (Enhanced Definition oder Digital Television) werden manchmal Geräte beworben, die SDTV-Signale digital aufbereiten oder HDTV-Signale zwar annehmen und verarbeiten können, diese aber in geringerer Auflösung anzeigen.

Zu verschiedenen Zeiten verstand man aufgrund des jeweiligen Technikstands andere Auflösungen als hochauflösend. Die aktuell üblichen HDTV-Bildauflösungen sind 1280×720 Pixel und 1920×1080 Pixel im Vollformat. Das Seitenverhältnis beträgt 16:9. Um die verschiedenen Bildauflösungen und Bildwiederholraten zu benennen, gibt es eine Grundnomenklatur, die aus der Zeilenzahl + Bildaufbauverfahren + Bildwiederholrate zusammensetzt. Bei der Zeilenzahl wird die vertikale Bildauflösung angegeben, beim Verfahren des Bildaufbaus wird Vollbild- (progressive) oder Zeilensprungverfahren (interlaced) abgekürzt mit "p" oder "i" und bei der Bildwiederholrate werden die Anzahl der Bilder pro Sekunde angegeben. Wird zwischen Bildaufbauverfahren und Bildwiederholrate ein Schrägstrich verwendet, wird bei der Bildwiederholrate die Anzahl der effektiven Vollbilder pro Sekunde angegeben. Dazu folgende Beispiele:

1080i60 = 1080p/30 = 1920 × 1080 Bildpunkte im Zeilensprungverfahren und 30 Vollbilder oder 60 Halbbilder pro Sekunde

1080p24 = 1080p/24 = 1920 × 1080 Bildpunkte im Vollbildverfahren und 24 (Voll-)Bildern pro Sekunde

720p50 = 720p/50 = 1280 × 720 Bildpunkte im Vollbildverfahren und 50 (Voll-)Bildern pro Sekunde

Zum Empfang von HDTV wird hochauflösendes Bildmaterial benötigt, das z. B. von einem HD-fähigem Zuspieler kommt. Dies können HD-fähige Spielekonsolen wie die PlayStation 3, HD-fähige Videoplayer wie z. B. ein Blu-Ray-Player oder ein HD-Receiver für den Empfang von HDTV-Fernsehsender sein. Zusätzlich wird ein HD-fähiger Fernseher benötigt.

HDTV-Fernsehsender

Anixe HD

Seit Mai 2006 sendet der frei empfangbare Sender Anixe HD ein Vollprogramm in HD mit Serien, Spielfilmen und Magazinen. Zeitweise sind sogar in guter HD-Qualität (1080i) aktuelle Kino-Vorschauen und der Reisekanal "Lastminute.tv" zu sehen. Einzelne Sportarten der Olympischen Spiele 2008 wurden abends als Wiederholung gezeigt.

Der Sender wird über DVB-S2 mit MPEG-4 ausgestrahlt. Er ist über den Satelliten "Astra 1KR" auf 19,2° Ost zu empfangen:

Am 27. April 2007 wurde Anixe HD auf das IPTV-Netz der Deutschen Telekom (T-Home) aufgeschaltet (Kanal 110) und ist damit theoretisch in den mit VDSL versorgten Gebieten ohne Satellit empfangbar. Anixe HD ist direkt per Livestream oder auch über T-Home Entertain Comfort und T-Home Entertain Premium empfangbar.

Im Kabel ist Anixe HD bei "KabelBW", "Kabel NeuBrandenburg", "wilhelm.tel", "NetCologne" und cablecom eingespeist.

ARTE HD

ARTE sendet seit 1. Juli 2008 parallel zum normalen Fernsehbetrieb auch in hochauflösender Fernsehnorm 720p50 über DVB-S2. Außer einzelnen echten HDTV-Sendungen werden die meisten Beiträge hochskaliert. Der Anteil der HD-Produktionen in den anderen Genres wird aber kontinuierlich bis 2010 erhöht. Auf der Website von arte werden native HDTV-Sendungen per "HD"-Logo gekennzeichnet. Der Sender verwendet folgende Ausstrahlungsparameter:

BBC

BBC sendet über den Satelliten Astra 2D auf 28,2 Grad Ost unverschlüsselt tagsüber Preview-Trailer aus verschiedenen HD-Produktionen sowie abends Vollprogramm wie Serien und Spielfilme. Alles wird in voller HDTV-Auflösung 1080i ausgestrahlt. Allerdings fokussiert der Satellit sehr stark auf die Britischen Inseln und ist daher nur im Nordwesten Deutschlands problemlos zu empfangen. Östlich der Verbindungslinie Hamburg - Augsburg sind daher unübliche 100 cm-Antennen notwendig, die notwendige Größe steigt in Richtung Osten weiter an und erreicht in Berlin und Dresden 150 cm.

Das Erste HD und ZDF HD

Die beiden HD-Ableger haben zu den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver mit dem HDTV-Regelbetrieb über Satellit begonnen. Das Erste HD verwendet folgende Ausstrahlungsparameter:

Außerdem wird das Signal über Kabel Deutschland ausgestrahlt.

ProSiebenSat1 Media AG (ProSieben HD, Sat1 und kabel eins HD)

Am 1. Januar 2010 haben Pro7, Sat.1 und Kabel1 den HD-Sendebetrieb aufgenommen. Sie werden über HD+ des Satellitenbetreibers SES Astra ausgestrahlt. Dazu benötigt man allerdings spezielle Empfangsgeräte und eine Prepaid Smartcard, die 50 Euro im Jahr kostet. Außerdem werden die Rechte beim Empfang der ausgestrahlten Sendungen sehr stark eingeschränkt.

RTL Group (RTL HD, Vox HD)

Die RTL Group strahlt seit dem 1. November 2009 ihre beiden HD-Sender RTL HD und Vox HD in hochauflösender Fernsehnorm 1080i aus. Dabei wird ebenso wie bei der ProSiebenSat1 Media AG die Digital-Plattform HD+ verwendet Das bedeutet, dass ein spezielles Empfangsgerät und Prepaid Smartcard, die 50 Euro im Jahr kostet, benötigt werden. Außerdem werden die Rechte beim Empfang der ausgestrahlten Sendungen sehr stark eingeschränkt.

Servus TV HD

Seit dem 1. Oktober 2009 ist der 24-Stunden-Spartensender Servus TV mit Magazinen und Brauchtumssendungen, Berichten über Events, Kino, Sport, Reisen und Kulinarisches in HD auf Sendung. Er bietet Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung.

Sky

Seit 4. Juli 2009 sendet der Nachfolger des Bezahl-Senders Premiere sieben Programme in HD. Das sind Sky Sport HD, Sky Cinema HD, Discovery HD, National Geographic HD, History HD, Disney Cinemagic HD und Eurosport HD. Für das zweite Quartal 2010 wird der Ausbau des HD-Senderangebots um vier weitere Sender angekündigt.

Zum Empfang wird ein Sky-HD-zertifizierter Receiver benötigt, deren Besitz man bei Vertragsschluss nachweisen muss. Für nicht zertifizierte Receiver benötigt man einen Receiver mit CI, in das ein Modul mit gültiger Sky-Smartcard geschoben wird.

Im Gegensatz zu den Sendern, die über die Plattform HD+ ausstrahlen, ist die Aufnahme von Sendungen in HD-Qualität derzeit ohne Einschränkungen möglich.

LCD

Ein Flüssigkristallbildschirm (engl. Liquid Crystal Display, LCD) ist ein Bildschirm, dessen Funktion darauf beruht, dass Flüssigkristalle ihre Durchlässigkeit von Licht beim Anlegen verschiedener elektrischer Spannungen verändern. Ein solches Display besteht aus Segmenten, die mithilfe von LEDs, CCFLs oder HCFLs von hinten angestrahlt werden. Die Pixel werden unabhängig voneinander so angesteuert, dass sie das gewünschte gefilterte Licht durchlassen. Für diese Ansteuerung ist seit Ende 2007 die TFT-Technik vorherrschend.

Die Farben von LCDs sind wie oft falsch angegeben keineswegs weniger gesättigt, als bei der CRT- oder Plasmabildschirmtechnik. Außerdem wird oft im Vergleich zu Röhrenmonitoren der schlechtere Schwarzwert im Dunkelraum bzw. der Kontrast zu den hellen Bildstellen, wenn kein Umgebungslicht auf den Bildschirm fällt, bemängelt. Faktisch ist dies allerdings unerheblich. Auch den Nachteil der Winkelabhängigkeit haben die Hersteller inzwischen aufgeholt.

Vorteile

Nachteile

LED

Eine Leuchtdiode (engl. Light Emitting Diode, LED) ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement. Fließt durch die Diode Strom in Durchlassrichtung, so strahlt sie Licht ab. LEDs werden für LCD-Fernseher als Hintergrundbeleuchtung genutzt. Die eingesetzten Arten von LEDs sind Pseudo-White-LEDs und RGB-LEDs.

LED-Backlight

Bei LCD-Fernsehern kann die Hintergrundbeleuchtung durch LEDs geschehen. Dabei können die LEDs als Lichtbänder am Rand (Edge Backlight) oder flächig hinter dem Schirm angeordnet sein. Im Vergleich zu einer Hintergrunfbeleuchtung mit einer CCFL gibt es verschiedene Vor und Nachteile

Vorteile

Nachteile

LED-Fernseher

Bei den mit LED-Fernseher beworbenen Geräten handelt es sich um LCD-Fernseher, bei denen als Hintergrundbeleuchtung LEDs eingesetzt werden.

LNB

Der rauscharme Signalumsetzer (engl. Low-Noise-Block, LNB) befindet sich am als "Feed-Arm" bezeichneten Ausleger der Satellitenschüssel. Er empfängt die gebündelten Signale im Brennpunkt der Antenne, konvertiert sie in den richtigen Frequenzbereich und überträgt sie durch ein Koaxialkabel. Da das von TV-Geräten empfangbare Frequenzspektrum zu klein ist, um alle über Satellit ausgestrahlten Kanäle aufzunehmen, muss jeweils ein Satellitenreceiver zwischen LNB und Empfangsgerät wie Fernseher oder Videorecorder geschaltet werden. Der Satellitenreceiver reicht jeweils nur den aktuellen Kanal zur Anzeige bzw. Aufnahme durch.

Die Satelliten-Sendungen werden auf horizontaler und vertikaler sowie in einem hohen bzw. einem niedrigen Frequenzbereich gesendet. Durch einen Multischalter wird je nachdem, welchen Kanal der Zuschauer ausgewählt hat, der richtige Empfangsbereich gewählt. Alte Analog-LNBs empfangen nur im unteren Frequenzband und damit nur die Hälfte aller Sender, denn die analogen Sender werden nur in diesem Frequenzband ausgestrahlt. Oftmals wird von digitalen LNBs gesprochen. Gemeint sind damit die sogenannten Universal-LNBs, mit denen man im unteren und im höheren Frequenzband empfangen kann. Letztendlich können nämlich alle LNBs analoge, digitale oder HD-Sendungen empfangen, da sie die Signale unabhängig vom Format nur weiterleiten.

LNB mit integriertem Multischalter

Dieser LNB-Typ ist eine kostengünstige Variante für Satelliten-Anlagen mit bis zu vier Teilnehmern. Die Satellitenreceiver werden über jeweils ein Koaxialkabel direkt angeschlossen. An einen Single-LNB (auch Einzel-LNB) kann man einen, an einen Twin-LNB (auch Doppel-LNB) maximal zwei und an einen Quad-LNB (auch Quattro-Switch-LNB) maximal vier Satellitenreceiver anschließen.

Local Dimming

Das Local Dimming ist eine Technik zur Kontraststeigerung bei LCD-Fernsehern. Die Helligkeit der LEDs wird hierzu je nach Bildinhalt lokal angepasst: An hellen Stellen leuchten sie auf, an dunklen Stellen gehen sie aus. Dazu ist allerdings ein flächiges LED-Backlight erforderlich. Zusätzlich kann man auch die Farbsättigung dem Bildinhalt anpassen. Hierzu werden aber RGB-LEDs benötigt, die derzeit für den Heimkinogebrauch noch zu teuer sind.

Monoblock-LNB

Dieser auch auch DUO-LNB oder Schiel-LNB genannte LNB-Typ besteht aus zwei nebeneinander liegenden LNBs die miteinander verschaltet werden. Damit können zwei benachbarte Satellitenpositionen wie der Satellit Astra 19,2° Ost und Hotbird 13° Ost oder Astra 23,5° Ost gleichzeitig empfangen werden. Ein Multischalter ist bereits integriert.

Motion Blur

Siehe Verwisch-Effekt.

Overscan

Insbesondere bei Röhrenfernsehern werden die Bildränder durch eine Maske bzw. Blende abgedeckt, um Ungenauigkeiten und die bei CRTs praktisch unvermeidlichen Geometrieabweichungen am Rand zu verbergen und einen sauberen, geraden Bildabschluss zu erzeugen. Bei der Produktion von Filmen, Videos, DVDs und Fernsehsendungen muss dieser Overscan-Bereich von etwa 6 % berücksichtigt werden und darf keine relevanten Bildelemente (z. B. Menüs) enthalten.

Bei LCDs oder Plasmabildschirmen kann das Bild theoretisch pixelgenau dargestellt werden, so dass eigentlich kein Overscan-Bereich nötig ist. Aber auch solche Geräte verwenden einen Overscan. Beispielsweise vergrößern einige Flachbildschirme das angelieferte Bild um ca. 6 %, um dann den Rand um diesen Bereich zu beschneiden. Dies bedeutet einen Verlust an Auflösung, der bei Film- bzw. Videomaterial allerdings kaum wahrzunehmen ist. Bei filigranen Elementen wie Schriften können jedoch Skalierungsartefarkte auftreten.

Wenn der Overscan-Bereich des Bildschirms zu knapp bemessen ist, rutscht manchmal eine "Perlenschnur" aus weißen Punkten von oben in den sichtbaren Bildbereich. Dies kommt von bestimmten analogen Videoproduktionssystemen, die sich den Overscan-Bereich mit digitalen Zeitcode-Einblendungen zunutze machen.

Fernsehgeräte mit dem Siegel "HD-Ready 1080p" müssen über die digitalen Eingänge einen Modus anbieten, der 1080p-Bilder pixelgenau anzeigt, also ohne Overscan-Darstellung.

Plasmafernseher

Ein Plasmafernseher ist ein Farb-Flachbildfernseher, bei dem das verschiedenfarbige Licht mit Hilfe von Leuchtstoffen erzeugt werden, die durch das von Gasentladungen erzeugte Plasma angeregt werden.

Vorteile

Plasmafernseher haben einen hervorragenden Schwarzwert, solange kein Umgebungslicht auf das Display fällt und damit an der spiegelnden Glasfront und der darunter liegenden Phosphorschicht reflektiert wird. Des Weiteren haben sie besonders satte und besonders viele Farben, allerdings haben hier die LCD-Fernseher nahezu aufgeschlossen. Außerdem sind Plasmabildschirme sehr schnell. Im Gegensatz zu LCD-Fernsehern sind ruckelfreie und unverwischte Sportübertragungen kein Problem. Teurere LCD-Fernseher nutzen bestimmte Bildoptimierungstechniken wie die 100-Hz/ 200-Hz-Technik, um den Ruckel-Effekt und Verwisch-Effekt zu minimieren.

Auch der Vorteil der Winkelunabhängigkeit wurde von den LCD-Fernsehern inzwischen aufgeholt.

Nachteile

Die einzelnen Plasmazellen kann man nicht beliebig klein machen. Kleine Plasmaschirme haben nur eine geringe Auflösung, was für Fernsehgeräte untauglich ist. Selbst 50 Zoll große Plasmafernseher besitzen teilweise keine HD-Auflösung.

Weil das Plasma nicht schnell genug zünden würde, werden auch bei komplett schwarzen Inhalten die Plasmapixel mit einer bestimmten Frequenz angeregt. Für Betrachter, die empfindlich gegenüber Flimmern sind, ist dieses plasmatypische Pixelrauschen störend.

Plasmafernseher neigen zu Farbübersprechern und Halo-Effekten. Auch heute noch haben Plasma-Fernseher den Einbrenneffekt. Störend wird das bei eingebrannten schwarzen Streifen, wenn z. B. häufig auf einem 16:9-Plasma 4:3-Sendungen geschaut wurden, oder ein Sender sein kontrastreiches Logo an derselben Stelle ins Fernsehbild einblendet.

Die Leistungsaufnahme ist höher als bei LCD-Fernsehern.

Progressive Scan

Das Vollbildverfahren (engl. Progressive Scan) ist eine Technik beim Bildaufbau eines Anzeigegeräts wie z. B. einem Fernseher. Hierbei werden im Gegensatz zum Zeilensprungverfahren keine Halbbilder sondern Vollbilder angezeigt. Dadurch wirkt das Bild schärfer und ruhiger und das Zeilenflimmern wird verhindert. Fernsehgeräte benötigen für die Übertragung dieses Signals einen HDMI-Anschluss.

Progressive Scan ist eine der voraussetzenden Komponenten für das herstellerübergreifende Siegel „HD Ready".

Pseudo-White-LED

Da es technisch derzeit nicht möglich ist, weiße LEDs herzustellen, erzeugt man das weiße Licht mit blauen LEDs, die mit einer gelben Phosphorschicht bedeckt sind. Das blaue Licht vermischt sich mit dem gelben Licht aus der Phosphorschicht zu weißem Licht. Ihre Farbtemperatur wird beim Fertigungsprozess festgelegt und lässt sich nicht nachträglich ändern. Es gibt sie mit warmem, neutralem und kaltem Weißlicht mit Farbtemperaturen zwischen 2500 und 10.000 Kelvin.

Bei Pseudo-White-LEDs ist die Überlappung mit den Spektren der meisten roten Farbstoffe nur schlecht, was die Farbwiedergabe beeinträchtigt. Bei LCD-Fernsehern, die mit solchen LEDs hinterleuchtet sind, führt das zu einer schlechten Rotwiedergabe.

PVR-ready

Viele Receiver haben die Funktion PVR (engl. Personal Video Recorder), um Videos aufzeichnen zu können. Der Receiver kann dann als herkömmlicher Viderecorder fungieren, hat aber auch weitere Funktionen wie z. B. Time-Shifting. Als Speichermedium werden in den Receivern Festplatten verbaut. Hat ein Receiver die Möglichkeit, Videos nur über eine extern angeschlossene (z. B. per USB) Festplatte aufzuzeichnen, dann spricht man von PVR-ready.

Quad-LNB

Siehe LNB mit integriertem Multischalter.

Quattro-LNB

Bei diesem LNB-Typ ist kein Multischalter im LNB integriert. An den LNB wird ein externer Multischalter mit insgesamt vier Koaxialkabeln für die horizontale und vertikale Polarisation sowie dem hohen bzw. niedrigen Frequenzbereich angeschlossen. Die Satellitenreceiver werden mit jeweils einem Koaxialkabel mit dem Multischalter verbunden. Wieviele Receiver man anschließen kann, hängt vom Multischalter ab.

RGB-LED

Bei diesen LEDs sitzen eine rote, eine grüne und eine blaue Diode in einem Gehäuse. Zu erkennen sind sie an ihren sechs Beinchen und den drei kleinen Plättchen unter den Deckeln. Weißes Licht wird erzeugt, indem man das Licht der drei Dioden mischt. Die Farbtemperatur ist dabei einstellbar. Es gibt zwar schon LCD-Fernsehern mit RBG-LEDs als Hintergrundbeleuchtung auf dem Markt, die Technik ist derzeit allerdings noch sehr teuer.

Röhrenfernseher

Siehe CRT.

Ruckel-Effekt

Durch die Erhaltungsdarstellung von LCD-Fernsehern erscheinen die Bewegungen von Objekten ruckelig. Gegenmaßnahmen sind die 100-Hz/ 200-Hz-Technik und Blinking Backlight.

SCART

SCART ist eine veraltete Schnittstelle für die analoge Übertragung von Audio- und Video-Signalen. Bildmaterial, was digital vorliegt (z. B. beim DVD-Player), wird zunächst in ein analoges Signal gewandelt und dann übertragen. Ist das Ausgabegerät ebenfalls ein digitales Gerät (z. B. ein LCD-Fernseher und kein Röhrenfernseher), werden die analogen Bilddaten wieder in digitale zurückgewandelt. Diese Umwandlungen sind verlustbehaftet. SCART ist nicht HDTV-fähig. Digitale bzw. HD-fähige Bildquellen sollten daher immer per HDMI an digitale Ausgabegeräte angeschlossen werden.

Single-LNB

Siehe LNB mit integriertem Multischalter.

Soap-Effekt

Bei der 100-Hz/ 200-Hz-Technik tritt bei der Berechnung von Zwischenbildern das Phänomen auf, dass bewegte Objekte scheinbar aus dem Hintergrund hervortreten. Der Effekt ist umso stärker, desto genauer die Zwischenbilder eingepasst sind. In Erinnerung an die mit billiger Videotechnik produzierten Daily-Soaps im Nachmittagsprogramm, wird das als Soap-Effekt bezeichnet. Dieser Effekt ist Geschmackssache: Einige Zuschauer sitzen gern mit einem Revolverhelden am Pokertisch, während andere die Szene lieber aus sicherer Entfernung beobachten.

Time-Shifting

Zeitversetztes Fernsehen (engl. Time-Shifting) ist eine Funktion, um eine laufende Fernsehsendung aufzunehmen und gleichzeitig wiederzugeben. Wird man beispielsweise während des Ansehens eines Fernsehfilms durch den Pizzaboten unterbrochen, kann man den Film anhalten und später an dieser Stelle fortsetzen. Ist man im Timeshifting-Modus, dann kann auch die Werbung entsprechend vorgespult werden. Für diese Funktionen wird ein Festplattenrecorder oder ein Receiver bzw. Fernseher mit Festplatte benötigt.

Zu beachten ist, das viele Sender, die über die Schnittstelle CI+ ausstrahlen, das Time-Shifting unterbinden.

TFT

Die TFT-Technologie ist eine Möglichkeit der Ansteuerung von LCD-Fernsehern. Dabei wird eine eine Matrix von Dünnschichttransistoren (engl. Thin Film Transistor, TFT) verwendet, in der pro Pixel drei Transistoren zum Einsatz kommen. Diese Bauart nennt man Matrix-LCD bzw. umgangssprachlich TFT-Display. Seit Ende 2007 ist die TFT-Technologie bei LCD-Fernsehern vorherrschend.

Twin-LNB

Siehe LNB mit integriertem Multischalter.

Universal-LNB

Siehe LNB.

Verwisch-Effekt (Bewegungsunschärfe)

Durch die Erhaltungsdarstellung von LCD-Fernsehern und hohe Schaltzeiten des Flüssigkristalls in LCD-Fernsehern kommt es an den Kanten von bewegten Objekten zu Unschärfen. Gegenmaßnahmen sind die 100-Hz/ 200-Hz-Technik und Blinking Backlight. Außerdem werden die Schalteigenschaften des Flüssigkristalls in LCD-Fernsehern ständig verbessert.

Zeitversetztes Fernsehen

Siehe Time-Shifting.