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Dead Meat (Review)

von Rauche (06.04.2012)

Punkte:

3 (gut) von 5 Punkten

Review:

Der Horrorfilm "Dead Meat" ist ein überraschungsarmer und recht innovationsloser Zombieslasher im Gewand von Bad Taste: Laienhafte Darsteller agieren in einem teilweise recht blutigen Film, der sich allerdings selbst nicht so ernst nimmt. Durch die brauchbare Maske, die Aufnahmen mit der Handkamera und das realistische aber leider auch wenig vorhandene Licht wirkt der Low-Budget-Streifen halbwegs glaubwürdig.
Die obligatorischen Kopf-ab-Szenen fehlen ebenso wenig wie die Arm-abtrenn- und Stumpf-verbrenn-Szene. Das meistgebrauchte Werkzeug beim Spalten von Zombiekörpern ist der Spaten des Totengräbers, aber ab und zu sind auch recht amüsante Tötungsszenen wie zum Beispiel der unkonventionelle Gebrauch eines Staubsaugers zu sehen. Ansonsten werden zum Abschlachten der Untoten so ziemlich alle der spärlich gesäaten Werkzeuge genutzt, die den Protagonisten in die Hände fallen: Hier mal ne Spitzhacke, dort eine Nagelfeile oder auch mal eine Fackel. Besonders Wert wird hier offenbar das Seh-Organ gelegt, auf das ständig "eingehackt" wird - mit aufgespießten Augen können die Zombies offenbar nicht großartig weiterleben. Für Zartbesaitete dürften diese Szenen nicht unbedingt ein "Augenschmaus" sein. Gedärm- und Ausweideszenen bleiben größtenteils aus.
Insgesamt ist "Dead Meat" somit ein solider Film, der aber weder Gorehounds noch Horrorfetischisten vom Hocker reißen wird. Allenfalls humorlose und pikierte Gourmets sollten während des Films die Finger von Spaghetti Bolognese lassen…